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Hallo Erde, sagte der Mond – Perspektivwechsel in anstrengenden Zeiten

Glaub mir, ich kenne sie. Und ich glaube dir, du auch! Diese Zeiten, in denen du glaubst nicht mehr Herrin deiner Sinne zu sein, nicht mehr richtig zu hören und zu sehen. In denen alles neblig und grau zu sein scheint. Ein bisschen wie in Watte gepackt. Aber nicht in weiche behütende Watte. Sondern in staubige, stinkende und zähe Fäden, durch die kein Durchkommen gelingt.

Du warst schon so oft hier. So oft an diesem immer gleichen Punkt. Deine Kinder sind dir zu laut. Keinem Anspruch um dich herum wirst du gerecht. Du bist so klein und schmächtig und zerbrechlich. Klein ist deine Gestalt tatsächlich. Von ganz oben, vom Mond aus gesehen. Doch dein Innerstes ist nicht klein. Dein Innerstes ist bloß wandelbar und sehr anpassungsähig. Wie ein Klumpen Knete.

 

Hallo Erde, sagte der Mond. Hallo Mond, sagte dir Erde.

Wie geht es dir, fragte der Mond. Ach, es geht, antwortete die Erde. Meine Struktur, meine Bewohnerinnen sind so angestrengt. Oh tatsächlich, staunte der Mond. Was strengt sie denn so sehr an, wollte er wissen.

Das Glücklich sein, sagte die Erde, das ewige Streben nach der perfekten Version ihrer Selbst. Sie klang ein bisschen verzweifelt, die Erde. Da musste der Mond ein wenig lachen. Diese Menschen, er schüttelte sich, wenn sie nur wüssten wie unbedeutend ihre kleinen Gedankenblasen von hier oben aussehen. Und wenn sie nur wüssten, wie hell sie erstrahlen können, indem sie nur gut genug sind.

 

Wie siehst du dich von oben?

Stell dir vor – du bist ein kleiner funkelnder Stern im Universum. Du glänzt und blitzt durch die warmen hellen Sonnenstrahlen, die zu dir herüber scheinen. Um dich herum schwarzblaue endlose Weite. Weitere funkelnde Sterne und Planeten sind von deinem Platz im Universum aus zu erkennen. Weit unter dir liegt die Erde. Sie dreht sich gemütlich um sich selbst. Du erkennst die blauen Meere und die verschiedenen Kontinente, welche sich zwischen dem Wasser erheben.

Du fühlst dich wohl hier an deinem Platz. Hier kannst du einfach abhängen, in deiner Hängematte des Universums. Du musst dich nicht hin oder herbewegen. Musst nichts verändern.

Manchmal, wenn der Tag so richtig schwer war. Und wenn ich nicht mehr geradeaus denken kann. Dann schleiche ich mich ans Fenster, wenn alle schon tief schnaufen. Schaue nach oben und erinnere mich, wie klein und unbedeutend mein „Problem“ in diesem gesamten Universum doch ist. Ich setzt mich in Gedanken zum Mond, schaue auf mein Licht herunter und lasse es scheinen.

Wenn du möchtest, nehme ich dich mit auf den Mond. Gemeinsam schaut es sich leichter in die Tiefe.

Hör auf dein Herz. Und pass auf dich auf.

Deine Jana Pereira Mendes

 

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Jana Pereira Mendes

Sozialpädagogin B.A. I Mama *2014 *2017 I Bloggerin - Schreibt und berät zu den Themen Bindung & Beziehung, Selbstverantwortung und Selbstfürsorge, natürliche Familienpflege, (Mutter-) Milch Ernährung nach Bedarf uvm.

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