Mein #WunschFamilienAlltag – So möchte ich leben, arbeiten, Familie sein – Gastbeitrag von Inke Hummel

Im Folgenden könnt ihr im Gastartikel von meiner geschätzten Kollegin Inke Hummel nach lesen, wie sie und ihre Familie ihren #WunschFamilienAlltag gestalten:

Als ich Janas Frage las, wie wir Eltern uns unseren Wunschalltag vorstellen, kamen mir gleich verschiedene Aspekte in den Sinn:

  • die vielen Nöte und Ideen der Twitterer, die unter dem Hashtag #muttertagswunsch aufschrieben, was ihnen im Alltag fehlt, um unbelastet Familie sein zu können

  • die Freunde, die zugeben, ihre Kinder schon früher als es gut war, nach Krankheiten wieder in Betreuungseinrichtungen gebracht zu haben, weil es die Arbeit nicht anders möglich zu machen schien

  • die ständig wiederkehrenden Beschwerden über Caterer in Kitas und Schulen

  • die Unsicherheiten der Familien, die ich begleite, hinsichtlich der „richtigen Zeitpunkte für den Beginn der Fremdbetreuung, der Qualitätsmerkmale, der Bindungsproblematik….

…und so könnte ich weitermachen – doch in Bezug auf meinen eigenen Alltag war eigentlich gar nicht wirklich etwas dabei. Denn tatsächlich ist es so, dass ich ihn zwar als voll und arbeitsreich sowie oft auch als stressig empfinde, so dass es Tage gibt, an denen ich zu wenig esse oder tagsüber nur zum Schwimmtascheholen und Kindertauschen kurz den Flur unserer Wohnung sehe und dann wieder unterwegs bin, aber alles in allem ist es mein / unser Wunschalltag.

Wir leben, arbeiten und sind Familie, wie wir es uns gewünscht haben. Über die Jahre immer mehr genauso, wie es uns gut tut!

Wie genau sieht das bei uns aus?

Wir sind bindungs- und beziehungsorientierte Eltern, haben Jobs, die uns mal stressen und mal glücklich machen, und Zeit für Hobbys, Freunde und für einander – sprich: wir können unsere Speicher auftanken, Kraft für die Alltagsaufgaben sammeln, Kraft für die Herausforderungen, die drei Kinder mit sich bringen und auch „quality time“ mit ihnen dann voll und ganz genießen.

Mein Mann arbeitet Vollzeit, normalerweise im Büro wenige Kilometer entfernt, mal mit Dienstreisen, mal mit Home Office, ist mal um 16 Uhr zu Hause, mal um 19:30 Uhr. Er hat Zeit für die Kinder, ist da wenn sie ihn brauchen, weiß immer, was bei ihnen gerade wichtig ist, und ist ein ganz wichtiger Teil in ihrem Leben. Wir tauschen uns ganz eng aus über alles und entscheiden gemeinsam, inspirieren uns, finden Wege für alles. Er versorgt auch unseren riesigen Nutzgarten und schafft unseren Heiz-Holzvorrat heran.

Ich arbeite einen Tag pro Woche außer Haus (als bindungsorientierte Kursleitung im Babyjahr), bin ansonsten mit wenigen Stunden im Home Office selbständig, engagiere mich ehrenamtlich in einem Verein sowie an vielen anderen Stellen, bin für Haushalt, Einkauf usw. zuständig, aber auch da unterstützt mich mein Mann, weil das oft nicht alles zu schaffen ist, vor allem, wenn die Kinder am späten Nachmittag oder wochenends Hilfe bei Hausaufgaben oder Fahrdiensten benötigen.

Unsere Kinder (7, 10 und 12) sind alle erst seit ihrem 3. Geburtstag fremdbetreut und kommen schon immer zum Mittagessen nach Hause, es sei denn, die Schule macht etwas anderes notwendig (Nachmittagsunterricht). Sie möchten alle drei auf keinen Fall täglich auswärts essen, obwohl der Großteil ihrer Freunde das tut; ich frage immer mal wieder weil ich nicht möchte, dass sie sich ausgeschlossen fühlen, aber ihnen ist die Essensqualität wichtiger – und auch das Zuhausesein.

Das heißt ich koche jeden Tag, und wir essen mittags gemeinsam zu viert (mit meinem Mann morgens und abends zu fünft, wenn möglich) – und diese gemeinsamen Mahlzeiten sind noch immer ein schönes Ritual, das uns allen gut tut zum Runterkommen, Reden, Zusammenfinden, bei dem unheimlich viel gelacht und Quatsch gemacht wird.

Nachmittags betreue ich die Hausaufgaben, wenn das noch nötig ist – als die Kinder noch nicht im Schulalter waren, haben wir Ausflüge gemacht, inzwischen verabreden sie sich selbst oder verfolgen ihre Hobbys, und ich unterstütze wo ich kann / muss.

Ich habe auch schon mehr Tage pro Woche außerhäusig gearbeitet, aber das war morgens echt chaotisch sowie auch mit umständlichem Vorkochen, abendlichem Einkaufen und durch die Kurse, die ich gebe, im Krankheitsfall mit nervigem Nachholterminfinden verbunden, so dass ich reduziert habe. Ich bin froh, dass das so möglich ist für uns, denn es tut der ganzen Familie gut. Wir könnten es uns derzeit nicht anders vorstellen. Ich weiß, dass es Luxus ist. Ich bin dafür sehr dankbar.

Inke Hummel bloggt im Team mit anderen Experten auf www.bindungstraeume.de über Attachment Parenting, gute Eltern-Kind-Bindungen und die Wichtigkeit vom Inbeziehunggehen und -bleiben.

Sie setzt sich dafür ehrenamtlich und beruflich ein – mehr dazu auf:

https://www.facebook.com/Bindungstraeume/?fref=ts – Facebookseite zum Verein und Blog

https://www.facebook.com/InkeHummelElternKindBindung/ – Inkes öffentliche Seite

https://www.facebook.com/sAchtsamHummel/?fref=ts bzw. www.sachtsam-hummel.de – Firmenseiten zur Familienbegleitung & Pädagogischen Beratung

Vielen Dank liebe Inke! Noch mehr Lebensentwürfe verschiedener Familien findet ihr unter meinem Aufruf zur Blogparade zum #WunschFamilienAlltag .

Alles Liebe, eure Jana*

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