Alltag

Mein #WunschFamilienAlltag – Aufruf zur Blogparade

Ich sitze morgens mit den Kindern im Wohnzimmer und warte bis deren Papa nach Hause kommt. Die Nacht war kurz, das Autonomiebestreben der Großen ist schon vor 7:00 Uhr auf dem Höhepunkt und vom Wohnzimmerteppich sieht man nichts mehr, weil dort eine Bahnstation aus sämtlichen Kinderzimmerutensilien gebaut ist. Immerhin das Sofa ist frei. Ok, die eine Ecke davon, auf der ich immer wickle.

Ich warte also sehns√ľchtig, dass unser Papa nach Hause kommt um allein oder wenigstens zu zweit auf Toilette gehen zu k√∂nnen. Und vielleicht etwas Schlaf nach zu holen. Oder sogar noch etwas zu arbeiten. Und damit meine ich nicht den Haushalt‚Ķ Doch nach der zweiten 14 Stunden Nachtschicht, m√∂chte mein Mann verst√§ndlicherweise nur noch ins Bett.

Jetzt sind wir also beide fertig. Mit den Nerven und dem sogenannten Latein, was sich auf den Gem√ľtszustand aller Familienmitglieder negativ auswirkt.

Kind zur Entlastung in den einzig freien Kitaplatz, den wir eigentlich aus konzeptionellen und r√§umlichen Gr√ľnden nicht vertreten k√∂nnen?

So habe ich mir das nicht vorgestellt. So geht es nicht weiter. So landen wir fr√ľher oder sp√§ter beide in einer Ersch√∂pfungs-Depression und k√∂nnen unseren Kindern kein gl√ľckliches Vorbild sein.

Vor einigen Tagen feierten viele den Muttertag. Noch mehr w√ľnschten sich zu diesem Tag leichtere Alltagsbedingungen. Auch ich frage mich, was br√§uchte es um unseren ganz pers√∂nlichen Familien Alltag zu erleichtern? Deshalb m√∂chte ich zur Blogparade „Mein #WunschFamilienAlltag – so m√∂chte ich leben, arbeiten, Familie sein “ aufrufen ‚ô°
Mich interessiert, wie w√ľnscht ihr euch euren Familien- und Arbeitsalltag, welche Kinderbetreuungs-Art usw. Lebt ihr euren Alltag vielleicht schon nach euren W√ľnschen oder was hindert euch daran?

Ich frage mich das gerade t√§glich und gr√ľble, wie ich uns unseren #WunschFamilienAlltag erm√∂glichen k√∂nnte. Arbeiten als Mama? Mit zwei Kindern zuhause? Oder doch eine Kita, wenn ja welche? Selbst gr√ľnden?

Ich bin sehr gespannt auf eure Lebensentw√ľrfe! Wenn ihr m√∂chtet, orientiert euch an folgenden √úberschriften und Gedanken:

 

So möchte ich Arbeiten

Ja, ich habe ein Baby von 4 Monaten. Ja, ich m√∂chte arbeiten. So richtig mit meinem Kopf und dem, was ich in Studium, Weiterbildungen und Lebenserfahrung gelernt habe. Wie kann ich mir das erm√∂glichen? Darf ich das √ľberhaupt? Sollte ich nicht erstmal die kurze Babyzeit genie√üen? Kann ich nicht beides?

Muss Arbeit immer etwas sein, wovon man sich erholen muss, Urlaub braucht? Nur dazu da ist, den K√ľhlschrank zu f√ľllen? M√ľssen Spa√ü und Erholung zwangsl√§ufig getrennt sein von Arbeit oder geht das auch gleichzeitig. Oder ist Arbeit wenigstens leichter m√∂glich? Gibt es nicht auch eine Sprache oder Kultur, in der der Begriff Arbeit, wie wir ihn verstehen gar nicht existiert? Auf dem Blog „Wann arbeitest du eigentlich wieder?“ gibt es einen interessanten Artikel zur Definition von (M√ľtter-) Arbeit.

Mein Wunscharbeitsalltag wäre einer mit Kindern und Zeit- und Ortsunabhängiger Tätigkeit.

 

So w√ľnsche ich meine Kinder betreut zu wissen

Uns steht genau ein Kitaplatz zur Verf√ľgung bei f√ľnf Einrichtungen im Umkreis. Diese Kita entspricht nicht unserer Ethik, aus r√§umlichen sowie konzeptionellen und personellen Gr√ľnden. Und nun? Muss ein Kind mit sp√§testens 3 Jahren in einen Kindergarten gehen? Der Anspruch unserer klassischen Arbeitswelt gibt ein Tempo vor, welches das Zusammensein mit Kindern ausschlie√üt, vielleicht sogar unm√∂glich macht.

Bekommen wir unsere Kinder, geben unser allerbestes, k√§mpfen und reflektieren, um sie dann in Einrichtungen zu geben, weil wir zur Arbeit m√ľssen um eben diese Einrichtung und einen hohen Lebensstandart zu bezahlen?

Geben wir sie in eine Betreuung um ihnen Förderung zu ermöglichen, die wir selbst nicht leisten könnten? Ist das so? Ist es egal, welche Haltung ein Kindergarten vertritt, das Kind wird schon klar kommen, schließlich muss es sich spätestens mit 3 Jahren schonmal an schulähnliche Strukturen gewöhnen?

Da ich das klassische Konzept Kindergarten eher hinterfrage und sich uns pers√∂nlich momentan keine zufriedenstellende L√∂sung bietet, √ľberlege ich mit Frida von 2KindChaos selbst zu gr√ľnden. Mit geringerem Betreuungsschl√ľssel als Entlastung f√ľr Kinder und Betreuende. Mit mehr Natur statt Autol√§rm. Wer wei√ü, was daraus ensteht…

Ein modernes Familien-Arbeitsmodell stellt der Familiengarten in Berlin dar. Als eines von vielen neuen Coworking mit Kind-Konzepten, die gerade entstehen.

K√ľrzlich schrieb EditionF hier ebenfalls √ľber die Knappheit der Kitapl√§tze und die Idee, die Eltern als Experten zu sehen und f√ľr die Kinderbetreuung zu bezahlen, √§hnlich einem Lohnausfall-Ersatzbeitrag.

 

So möchte ich Familie leben

Wer soll der „Head of family‚Äú sein, wie es Carolin Habekost in ihrem treffenden Artikel nennt. Oder ist es besser alle Aufgaben zu teilen? Ist Gleichberechtigung bzw. Gemeinsamkeit von zwei Elternteilen in unserer Gesellschaft m√∂glich?

Bin ich als Mutter eines gestillten Babys tatsächlich unfähig zu arbeiten? Oder wie können wir unseren Alltag gestalten, dass ich zum Familieneinkommen beitragen kann?

Wie möchten wir unsere Umgebung gestalten? Mit welchen Werten und Dingen wollen wir unsere Kinder umgeben?

Seit unsere Kinder auf der Welt sind minimalisieren wir unser Hab und Gut mehr und mehr und tauschen unbedeutendes gegen wertvolles und nachhaltiges aus. Plastik gegen Naturmaterialien. Und es ist immernoch viel Zeug. Am liebsten w√§re mir eine kleine H√ľtte im Gr√ľnen, oder ein Wohnwagen. So wenig wie m√∂glich. Aber dazu bald mehr…

Als ich vor einiger Zeit am Bildungskongress von Lena Busch teilnahm, wurde mir bewusst ‚Äď es gibt noch so vielmehr M√∂glichkeiten, Familien- und Arbeitsalltag zu gestalten, als klassische 9 till 5 Jobs mit Kindern in der Kita. Um meinen Traum vom zeit- und ortsunabh√§ngigem Arbeiten auszubauen, werde ich ab 25.5.17 an Lenas Familien-Online-Bussines-Kongress teilnehmen. Sie hat wieder viele Expert*Innen, Blogger*Innen, Onlinecoaches uvm. interviewt und stellt uns geballtes Wissen kostenlos zur Verf√ľgung. Hier gehts zum Link und f√ľr Schnellentschlossene zum Kongresspaket!

(Kurzer Gedanke zu Online-Kongressen: manche nerven die st√§ndig neuen Kongress-Ank√ľndigungen bereits. Manche bezeichnen deren Aufmachung und Interviews als unprofessionell. Ich pers√∂nlich bin in der Lage aus einem Video, in dem evtl. das Bild flackert oder der/die ExpertIn sich h√§ufig r√§uspert, trotzdem die f√ľr mich wichtigen Infos filtern.)

 

So kannst du bei der Blogparade teilnehmen:

  • Schreibe deine Gedanken und W√ľnsche in einen Artikel und ver√∂ffentliche ihn auf deinem Blog.
  • Hast du keinen eigenen Blog oder passt dein Beitrag thematisch nicht zu deiner Webseite, schicke mir deinen Text an kontakt@fraubirnbaum.com und wir machen einen Gastartikel daraus (nach Wunsch mit Verlinkungen zu deinen Kan√§len).
  • Verlinke deinen Artikel zu diesem Beitrag hier (und teile ihn gerne) bzw. meiner Webseite.
  • Trage dich unten in die Linkliste ein.
  • Schau dir viele weitere Lebensentw√ľrfe anderer Familien an. Es haben sich spannende Menschen angek√ľndigt <3

Alles Liebe, Jana*

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jana_admin

Sozialp√§dagogin B.A. I Mama *2014 *2017 I Bloggerin - Schreibt und ber√§t zu den Themen Bindung & Beziehung, Selbstverantwortung und Selbstf√ľrsorge, nat√ľrliche Familienpflege, (Mutter-) Milch Ern√§hrung nach Bedarf uvm.

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