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Ich bin mein eigener Anker – wie meine bindungsnahe und Bestrafungs-freie Kindheit mich zu einem selbstbewussten und resilienten Menschen machte

Ich wurde UN – erzogen

Und ich würde NIEMALS behaupten, du musst das nur genau SO machen, dann kann nichts mehr schief gehen. Niemals.

Als kleiner Abriss: ich wurde zuhause geboren, lange gestillt, überwiegend getragen, Familien- und Geschwister-gebettet, meine Bedürfnisse waren von Anfang an wichtig, ich bekam nie Bestrafungen und auch keine Belohnungen, ich MUSSTE nicht(s), durfte Wände im Kinderzimmer anmalen, als ich meine Periode bekam feierten wir ein kleines Fest und als ich die Schule abbrechen wollte, wurde ich von meinen Eltern unterstützt.

Die Idee, meine Kindheit mit euch zu teilen, ist echt neu für mich einerseits, weil es für mich so selbstverständlich ist. Andererseits möchte ich nicht rüber kommen, als hätte ich die Weisheit mit Löffeln gefressen, weil ich auf diese Weise aufwachsen durfte.

Doch ich wurde tatsächlich schon häufig gefragt, was denn aus mir geworden sei. Wie es mir ergangen sei. Ob ich irgendwie anders oder leichter mit Krisen umgehe. Ob ich ins System passe.

Ich wurde UN-erzogen?!

Ich könnte auch schreiben, ich wurde (und werde !!) in meinen Bedürfnissen gesehen. In meinen Emotionen getragen. In meinen Grenzen respektiert.

So viele Eltern können diese Erfahrungen nicht – oder nicht so, wie sie es sich wünschten – teilen. So viele Eltern möchten heute einige ihrer Kindheitsprägungen hinter sich lassen. So viele Eltern möchten ihre Kinder bindunsnah und frei aufwachsen lassen (und nein, das wieder spricht sich nicht).

Ich bin also eine erwachsene Frau, die auf ähnliche Art und Weise aufwachsen durfte, wie es sich so unglaublich viele Eltern für ihre Kinder wünschen.

Ja, das fühlt sich schon manchmal „anders“ an. „weltfremd“ und „alternativ“. Das wichtigste aber, das entscheidende Gefühl, was mir meine Eltern durch ein Kinderleben frei von klassischer strenger Erziehung vermittelt haben, ist:

Ich bin RICHTIG.

Ich bin genau richtig.

Und ich bin GENUG. Ich reiche aus. Ich bin es WERT geachtet und geliebt zu werden. Ich fürchte mich nicht, Fehler zu machen.

Und das sitzt. Das sitzt so tief in meinem Innersten. So tief in meinem Herzen. Diese Gewissheit ist unantastbar. Ist mein Anker.

Ich bin mir mein eigener ANKER.

Ist das nicht wunderschön? Ist es nicht das, was wir uns für unsere Kinder erträumen?

Weißt du was? Du kannst das auch! Du kannst deinen Kindern eben diese Gewissheit vermitteln, richtig zu sein. Und dafür braucht es gar nicht so viel. Versprochen.

Und deshalb möchte ich euch mit nehmen und mich einlassen – auf eine Reise in meine bindungsnahe und befürfnisorientierte Kindheit.

Welche Fragen habt ihr als bewusste/bindungsorientierte/erziehungsfreie Eltern an mich? Um welche Themen sorgen sich Eltern, die sich vielleicht gerade auf diesen Weg machen, für welche – in der Zukunft eurer Kinder liegenden Probleme – könnte ich ein Beispiel sein?
(Spoiler: es ist auch ein Interview mit meiner Mama geplant )

Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und was daraus wächst!!!

In tiefer Dankbarkeit für euer Interesse und großer Ehrfurcht vor eurem Mut.

Eure Jana Pereira Mendes

Mothering Coach

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Jana Pereira Mendes

Sozialpädagogin B.A. I Mama *2014 *2017 I Bloggerin - Schreibt und berät zu den Themen Bindung & Beziehung, Selbstverantwortung und Selbstfürsorge, natürliche Familienpflege, (Mutter-) Milch Ernährung nach Bedarf uvm.

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